Ein Maskenball (Un ballo in maschera)

Melodramma von Giuseppe Verdi
Libretto von Antonio Somma nach dem Drama »Gustave III« von Eugène Scribe
in italienischer Sprache

Verdi wollte Mitte des 19. Jahrhunderts eigentlich eine Oper über das Attentat auf den schwedischen König Gustav III. bei einem Maskenball schreiben – wie er die Handlung in der Vorlage des berühmten Schriftstellers Eugène Scribe gelesen hatte. Allerdings machte ihm die Zensur einen Strich durch die Rechnung, zu aktuell erschienen die Geschehnisse, vor allem durch das Attentat auf Napoleon III. im Jahr 1858. So musste Verdi die Handlung schließlich nach Boston Ende des 17. Jahrhunderts verlegen.

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An die Stelle König Gustavs tritt nun Riccardo, ein Graf und Gouverneur. Dieser begehrt heimlich die schöne Amelia, die allerdings die Frau seines engen Freundes Renato ist. Sowohl Renato als auch die Wahrsagerin Ulrica warnen Riccardo vor einer Verschwörung und seinem bevorstehenden Tod, aber vergebens. Doch dann erfährt Renato von der Affäre zwischen Riccardo und Amelia und schlägt sich auf die Seite der Verschwörer. Im Schutz der Kostümierung auf einem Maskenball ersticht er Riccardo. Für diese verhängnisvolle Geschichte hat Verdi ein breites Spektrum musikalischer Facetten entwickelt. Das Drama vollzieht sich vor allem über Kontraste: Auf große Arien über intensive Gefühle der Leidenschaft folgen musikalische Ausdrücke des plagenden Gewissens und das tödliche Ende Riccardos wird von lebhaften Tanzrhythmen begleitet.

Presse


Beitrag zu »Ein Maskenball« auf Radio Okerwelle


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Premiere am 04.07.2015